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10. Sinfoniekonzert
Werke von Rota und Strauss
Um 18.45 Uhr findet im Flügelsaal II der Weimarhalle eine Konzerteinführung mit der Konzertdramaturgin Kerstin Klaholz statt.
Nino Rota Konzert für Violoncello und Orchester Nr. 2
Richard Strauss Josephs Legende. Ballett in einem Aufzug von Harry Graf Kessler und Hugo von Hofmannsthal, op. 63
Bescheiden haben wir begonnen – zum Abschluss jedoch fahren wir auf, was soeben noch passt, und bringen mit unwiderstehlich flirrendem Klangzauber möglicherweise sogar den einen oder anderen Teppich zum Schweben. Denn in seiner Ballettmusik zu Josephs Legende sparte Richard Strauss bei der Darstellung des verschwenderischen Ambientes orientalischer Pracht am Hofe des ägyptischen Pharaos nicht gerade an instrumentalen Mitteln. Dreifach geteilte Streicher, Klavier, Celesta und vier Harfen, Heckelphon und enormes Schlagwerk fährt er auf, nicht zuletzt auch um sich selbst immer wieder beim „Springen nach der hochhängenden Frucht der Inspiration“ zu motivieren. Die biblische Geschichte jedenfalls interessierte den Komponisten nicht als vertanzter Gottesdienst, sondern vielmehr als assoziationsschwangeres Ambiente zutiefst menschlicher Gelüste – denn schließlich waren schon in Salome und Elektra verführerische Tanzszenen die eigentliche Sensation gewesen. Tanzen lässt auch der überwiegend im Genre der Filmmusik berühmt gewordene langjährige Fellini-Partner Nino Rota die Noten seiner Partituren und den Bogen seines Solisten. Das Cellokonzert bietet eine charmantinspirierende Entdeckung ganz eigener Art, ist dramaturgisch klug gestrickt und voll gewitzt gesetzter Effekte – im besten Sinne Kino für die Ohren!
Dates:
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