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7. SINFONIEKONZERT
Werke von Mozart und Mahler
Justin Brown Klavier & Dirigent
Wolfgang Amadeus Mozart Konzert für Klavier und Orchester Nr. 23 A-Dur KV 488
Gustav Mahler Sinfonie Nr. 5 cis-Moll
Klangfarben spielen eine elementare Rolle in Mozarts A-Dur-Klavierkonzert, was vor allem an der eigenständigen Behandlung der Holzbläser liegt. Das Konzert ist das mittlere der drei einzigen, in denen Mozart Klarinetten vorschreibt, deren Tonfall er so besonders schätzte. Neben der Instrumentierung sind es vor allem die lichte Tonart A-Dur, das schier unerschöpfliche Spektrum an Einfällen und Gefühlen sowie die Brillanz des Solos im kunstvollen Zusammenspiel mit dem Tutti, die dieses Konzert auch heute noch zu einem der beliebtesten Klavierkonzerte Mozarts macht.
Trotz der Fünfsätzigkeit ist auch Mahlers 5. Sinfonie beinahe klassisch zu nennen, gehören doch erster und zweiter Satz untrennbar zusammen und folgen mit Scherzo, langsamem Satz und schnellem Finale die überkommenen Teile der viersätzigen Sinfonie. Vermeintlich hat Mahler hier auch die Zeit der Wunderhorn-Sinfonien hinter sich gelassen, gibt es doch keinen Liedsatz bzw. keine direkten Zitate aus seinem Liedschaffen. Und doch ist dieses monumentale Werk keine plötzliche Rückbesinnung, sondern ein neuer Schritt in Mahlers Auseinandersetzung mit sich und dem Dasein. Der Weg führt ihn über einen einleitenden trostlosen Trauermarsch über den dazugehörigen „stürmisch bewegten“ zweiten Satz hin zum Zentrum der Sinfonie, dem Scherzo. Es ist mit seinen 800 Takten einer der gewaltigsten Sinfoniesätze Mahlers und macht in seiner zerrissenen Monumentalität auch heute noch sprachlos – Mahler selbst sprach vom „Chaos, das ewig auf’s Neue eine Welt gebärt, die im nächsten Moment wieder zu Grunde geht“. Eine musikalisch neue Welt folgt dann mit dem Adagietto, „Sphärenmusik“ mit Streichern und Harfe voll innerer Ruhe. Hier finden wir uns dann wieder im geliebtem Wunderhorn-Kosmos, ist das Adagietto doch sowohl motivisch wie atmosphärisch dem Lied Ich bin der Welt abhanden gekommen angelehnt – eine Welt, die im fast übermütigen und euphorischen Finale dann umso eindrücklicher und triumphaler ins Hier und Jetzt zurückkehrt.
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