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Alcina
Georg friedrich Händel
Oper in drei Akten. In italienischer Sprache mit deutschen Untertiteln.
Die Zauberin Alcina verwandelt alle ihre Liebhaber in Steine, Pflanzen und Tiere. Bradamante, die berühmteste Kriegerin im Heer Karls des Großen, versucht ihren geliebten Ruggiero, einen Ritter der Sarazenen, aus derMacht der undurchschaubaren Magierin zu befreien. Händels Geschichte stammt aus dem Orlando furioso von Ludovico Ariost, dem wichtigsten Ritterroman der europäischen Literatur, der Vorlage für zahllose Barockopern war. Immer wieder geraten die Helden dieses Romans in allegorische, zauberhafte Zusammenhänge, die die eigentliche Kriegs- und Liebeshandlung rund um die Kreuzzüge ins Mythologische ausweiten. Die utopisch gedachte Insel der Zauberin Alcina wird der realen Rittergesellschaft gegenübergestellt. Diese Insel, irgendwo im Indischen Ozean, ist ein Elysium, ein Paradies, eine Abnormalität, wo – wie in einem großen Laborexperiment –Regeln, Konventionen und Zwänge der realen Welt aufgehoben sind. Männer und Frauen können Anziehung, Eros, Liebe und Obsession leben und sich gegenseitig ausprobieren, ohne gleich von der äußeren Welt in die Schranken gewiesen zu werden. Dass das gefährlich ist, liegt auf der Hand.
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