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Bachfest Leipzig 2012
Orchesterkonzert
Die Werke dieses Konzertabends gehören, mit Ausnahme der selten gespielten F-Dur Sinfonie von J. A. Hiller, zu den beliebtesten Werken der Epoche des Barock bzw. der Klassik. Das Doppelkonzert für zwei Violinen d-Moll wird von einem schwungvollen Fugenthema im Vivace alla breve eröffnet. Das folgende Largo ma non tanto besteht aus einem weit ausschwingenden, an musikalischen Gedanken reichen Quintkanon der beiden Solo-Violinen. Der Schlusssatz setzt kräftige Akzente, die an die Unwetterdarstellungen in Vivaldis »Die vier Jahreszeiten« erinnern. Die Ouvertüre h-Moll beinhaltet eine Vielzahl satztechnischer Feinheiten, z. B. einen Kanon in allen Stimmen im Schlussteil des ersten Satzes. Die Suite schließt mit der weltbekannten Badinerie, in der die Soloflöte mit locker virtuosem Figurenwerk hervortritt. Ein hervorstechendes Merkmal der Sinfonie g-Moll von W. A. Mozart ist sein schmerzlich-leidenschaftlicher Charakter, der sich bereits im seufzerartigen ersten Thema manifestiert. Bereits um 1800 war dieses Werk Mozarts beim Publikum hochgeschätzt, was sich u. a. in einer Vielzahl von Bearbeitungen ausdrückte.
J. S. Bach: Ouvertüre h-Moll, BWV 1067 • J. S. Bach: Konzert d-Moll, BWV 1043 • J. A. Hiller: Sinfonie F-Dur, aus: Cantate auf die Ankunft der hohen Landesherrschaft • W. A. Mozart: Sinfonie g-Moll, KV 550
Lisa Beznosiuk (Traversflöte), Orchestra of the Age of Enlightenment, Leitung: Margaret Faultless (Violine)
Konzerteinführung: 19.00 h, City-Campus der Handelshochschule Leipzig, Dr. Christiane Hausmann (pre-concert talk with English translation)
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