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DRITTE SINFONIE VON GUSTAV MAHLER
21.06.2012 : 19:30 : Hamburgische Staatsoper

Dritte Sinfonie von Gustav Mahler

Die 3. Sinfonie in d-Moll von Gustav Mahler ist eine Sinfonie in sechs Sätzen für großes Orchester, Altsolo, Knabenchor und Frauenchor.

Die Sinfonie ist mit einer ungefähren Spieldauer von 95 Minuten Mahlers längstes Werk und zählt (neben der Gothic Symphony von Havergal Brian) zu den längsten Sinfonien, die je komponiert wurden.

Wie schon seine 2. Sinfonie gehört die 3. wegen der Verwendung des menschlichen Gesangs zur Gattung der Sinfoniekantate: der 4. Satz ist ein Orchesterlied für Alt-Solo, der 5. Satz eine kantatenartige Komposition für Frauen-, Knabenchor und Alt-Solo.

1. Satz - Gestern

»... Und all unsere Gestern führten Narrn den Weg des staub´gen Tods ...«
William Shakespeare, »Macbeth«
Gustav Mahler überschreibt den Satz »Pan erwacht ? der Sommer marschiert ein«.

2. Satz - Sommer

in Mahlers Worten: »Was mir die Blumen (auf der Wiese) erzählen«.

3. Satz - Herbst

»Was mir die Tiere (im Walde) erzählen«, sagt Mahler.

4. Satz - Nacht
Dieser Satz ist John Cranko und seiner Compagnie in Dank gewidmet.

»Was mir der Mensch erzählt« hat Mahler als Titel gewählt,
ursprünglich nannte er diesen Satz »Was mir die Nacht erzählt«.
O Mensch! Gib acht!
Was spricht die tiefe Mitternacht? Ich schlief, ich schlief!
Aus tiefem Traum bin ich erwacht! Die Welt ist tief!
Und tiefer als der Tag gedacht! Tief ist ihr Weh!
Lust - tiefer noch als Herzeleid! Weh spricht: Vergeh!
Doch alle Lust will Ewigkeit! Will tiefe, tiefe Ewigkeit!
Friedrich Nietzsche, aus »Also sprach Zarathustra«

5. Satz - Engel

Mahler ist ausführlicher: »Was mir die Engel erzählen«.
In seinem ersten Konzept hieß es: »Was mir die Morgenglocken erzählen«

Es sungen drei Engel einen süßen Gesang,
Mit Freuden es im Himmel klang;
Sie jauchzten fröhlich auch dabei,
Daß Petrus sei von Sünden frei,
Von Sünden frei.

Denn als der Herr Jesus zu Tische saß,
Mit seinen zwölf Jüngern das Abendmahl aß,
So sprach der Herr Jesus: Was stehest du hier.
Wenn ich dich ansehe, so weinest du mir,
So weinest du mir.

Ach, sollt ich nicht weinen, du gütiger Gott!
Ich hab ´übertreten die zehen Gebot´;
Ich gehe und weine ja bitterlich,
Ach komm, erbanne dich über mich,
Ach, über mich.

Hast du denn übertreten die zehen Gebot´,
So fall auf die Knie und bete zu Gott,
Und bete zu Gott nur allezeit,
So wirst du erlangen die himmlische Freud´,
Die himmlische Freud´.
Die himmlische Freud´ ist eine selige Stadt,
Die himmlische Freud´, die kein End´ mehr hat;
Die himmlische Freude war Petro berei´t
Durch Jesum und allen zur Seligkeit,
Zur Seligkeit.

»Des Knaben Wunderhorn«

6. Satz
Was mir die Liebe erzählt

Ursprünglich hatte Mahler noch an einen siebten Satz gedacht:
»Was mir das Kind erzählt«.

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