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Musikalisches Morgenerwachen
Museum Frieder Burda
Auf Menschen wirkte der junge Johannes Brahms rau und unbeholfen. Dabei war er schüchtern. „Nie werde ich es so gut machen wie Bach und Beethoven“, grübelte er, während er an seiner Berufung zweifelte. Er zweifelte – doch er verzweifelte nicht, sondern setzte sich hin und imitierte. Jeder Künstler beginnt, indem er seine Hausgötter abschreibt, und so stammen die wichtigsten Themen aus Brahms‘ erster Cellosonate von Bach: Brahms nahm dessen „Kunst der Fuge“ und paraphrasierte sie. Das Ergebnis ist echter Brahms, den Bach erkennt nur der Eingeweihte – also jetzt auch Sie. Wie der Komponist ist auch unser Cellist noch jung und schon ein vielversprechendes nordisches Original – und wird als die schwedische Antwort auf den großen Truls Mørk gehandelt.
Jakob Koranyi Violoncello
Simon Crawford- Phillips Klavier
Johannes Brahms
1. Cellosonate e-Moll op. 38 (25’)
Esa-Pekka Salonen
Knock, Breathe, Shine (2010) für Cello solo (12’)
Dmitri Schostakowitsch
Cellosonate d-Moll op. 40 (25’)
Rising Star, nominiert vom Konserthuset Stockholm
Aufführungsende circa: 10.15 Uhr
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