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Jenseits von Eden
John Steinbeck Ulrike Syha
Amerika! Neue Welt, Land der Zukunft, Reich des »Pursuit of Happiness«, ein von Menschen errichteter Garten Eden auf Erden. Doch in dem Epos von John Steinbeck, das der amerikanische Literaturnobelpreisträger 1952 veröffentlichte, ist das »Jenseits« des »Garten Eden« immer schon da. Streit, Hass, Missgunst, Machtmissbrauch und vor allem: Gewalt.
Jenseits von Eden ist eine literarische Selbstvergewisserung der USA zwischen dem amerikanischem Bürgerkrieg 1861-65 und damit der Neuformierung der Nation, und dem Ersten Weltkrieg 1914-18, an dessen Ende der Aufstieg der USA zur dominierenden Weltmacht stand.
Steinbeck synchronisiert diese historischen Marken mit der Geburt und dem Tod von Adam Trask, dessen Kindheit auf der Farm in Connecticut den Ausgangspunkt der Geschichte darstellt. Adam zieht in die Indianerkriege, heiratet später Cathy Ames, zieht mit ihr nach Salinas, Kalifornien, wo die Zwillinge Caleb und Aron zur Welt kommen und wo Cathy die Familie verlässt und ins Bordell geht. Jenseits von Eden ist aber auch die Geschichte von Gewalt, moralischem Rigorismus, von Krise und Geschäft.
Für die Bühne adaptiert wurde der Stoff von Ulrike Syha, eine der meistgespielten deutschsprachigen Autorinnen, die es versteht, die epische Breite und Tiefe des Werks zu bewahren, ohne mit dramatischer Zuspitzung zu geizen, und die es darüber hinaus schafft, dem Stück eine europäische Perspektive zu verpassen.
Termine:
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