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La traviata
Melodramma in drei Akten von Giuseppe Verdi
Text von Francesco Maria Piave, nach dem Schauspiel „Die Kameliendame“ von Alexandre Dumas d. J.
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Wiederaufnahme
Auf einem ihrer zahlreichen glanzvollen Feste lernt das kränkelnde, aber von allen Männern umschwärmte Halbweltgeschöpf Violetta Valéry den Studenten Alfredo Germont kennen. Beide verlieben sich ineinander und versuchen, auf dem Land ein ganz „normales“ Leben zu führen. Doch Alfredos Vater, der um seine geordnete bürgerliche Existenz und den Ruf seiner „anständigen“ Familie fürchtet, fordert Violetta mit Nachdruck auf, sich von seinem Sohn zu trennen. Unter schwerstem seelischen Druck gibt Violetta schließlich nach. Von ihrer unheilbaren Lungenkrankheit ans Bett gefesselt, erfüllt sich schlussendlich Violettas Wunsch, Alfredo noch einmal zu sehen. Diese Begegnung beschert ihr einige Augenblicke höchsten Glücks und überwältigender Erfüllung, bevor die gnadenlose Realität des nahenden Todes alle ihre weiteren Hoffnungen zunichte macht.
Die Konzeption des Stoffes als Seelendrama bestimmte zugleich den Stil der Verdi’schen Komposition als sensibles Klanggebilde, das seine Uraufführung am 6. März 1853 in Venedig hatte. Violettas musikalische Zeichnung ist darum auch vollkommen frei vom Makel einer vom rechten Weg Abgekommenen (= traviata). Ihre Wandlung von der sich selbst entfremdeten Ware, zu der sie in den gleißenden Boudoirs und Salons des Lasters geworden war, zur liebenden Frau und die Tragik, diese Liebe in einer von engstirnig bornierter, zweifelhafter Moral bestimmten Gesellschaft wie auch durch ihre Krankheit bedingt nicht „leben“ zu dürfen, stehen im Mittelpunkt der Oper. Verdi (1813-1901) hat es vermocht, die Vorstellung von dahineilender Zeit und vom Taumel des Vergnügens, sowie die tragische Einsamkeit Violettas, die drei Stadien, die sie durchlebt – Liebe, Verzicht und Tod – in ein facettenreiches Klanggemälde zu bannen. „Der entscheidende Unterschied zu den anderen Liebestragödien Verdis besteht darin, dass hier das Sterben Violettas jener verklärenden Zweisamkeit, der metaphysischen Kräfte eines Liebestods entbehrt, die sonst das Weiterwirken einer unsterblichen Liebe in einem ideellen besseren Jenseits garantieren.“ (Attila Csampai)
MUSIKALISCHE LEITUNG Johannes Willig
REGIE Achim Thorwald
BÜHNE Christian Floeren
KOSTÜME Ute Frühling
CHOR Ulrich Wagner
Termine:
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