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Manon
Zum 100. Todestag des bedeutendsten französischen Opernkomponisten Massenet wagen wir das Experiment und kombinieren zwei seiner Frauengestalten: Manon und Thaïs. Beide sind die Titelfiguren zweier Opern, die wir im April und im Juni 2012 jeweils als Kurzopern in 90 Minuten herausbringen. An einzelnen Abenden sind auch „Doublefeatures“ geplant, bei denen beide Opern hintereinander gezeigt werden – in 180 Minuten. Nach Carmen, La Traviata und Medea fügen sich Manon und Thaïs perfekt in die Reihe der außergewöhnlichen Frauenbilder im Opernloft ein.
Manon ist ein Mädchen vom Lande. Auf dem Weg ins Kloster trifft sie den Chevalier Des Grieux. Gemeinsam fliehen die jungen Leute nach Paris und geben sich dort dem schönen Leben hin. Schnell fühlt sich Manon in der Gegenwart reicher Männer wohl. Sie verrät Des Grieux, um einen reicheren, älteren Mann zu heiraten. Doch an der Seite des alten Mannes ist Manon schnell langweilig. Sie erobert Des Grieux zurück. Um ihren Wunsch nach Luxus zu befriedigen, gibt er sich dem Glücksspiel hin und wird zum Betrüger. Manon und Des Grieux werden verhaftet.
Im Original stirbt Manon in Gefangenschaft. In unserer Fassung täuscht Manon ihren Tod nur vor, um die Männer, die sie alle nicht glücklich machen konnten, verlassen zu können. Die Fortsetzung der Geschichte gibt’s in der nächsten Oper: Manon nennt sich von nun an Thaïs.
„Manon“ war Massenets sechste Oper und 1884 ein Welterfolg. Sie ist zugleich die erste Oper Massenets, die sich weltweit durchgesetzt hat und bis heute im Repertoire gespielt wird.
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