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Oper Bonn - Hair
„Hair“, - wer kennt das Kult-Musical nicht – das ist die Geschichte des jungen Claude, der nach Vietnam ziehen muss, das Töten zu lernen. Die Autoren, James Rado und Gerome Ragni, fühlten sich durch die Entwicklung der amerikanischen Hippie-Bewegung zu einer schöpferischen Dokumentation herausgefordert. Sie schufen eine völlig neue Bühnensprache: Ritual und Provokation, Philosophie und Mystik – nackte Gewalt der Unterdrückung und der heiße Schrei nach Frieden und Freiheit. Songs wie „Aquarius“ (im Zeichen des Wassermanns) und „Hair“ sind jedem wohl bekannt. Galt MacDermot stellte sich der Herausforderung. Er setzte Hair, in allen seinen Bedeutungen, in Musik um: wortgetreu, anspruchsvoll, zwiespältig, Verständnis fordernd – einfach wirklichkeitsgetreu.
Auch der Broadway blieb vor der sexuellen Revolution nicht verschont. Als „The American Tribal Love-Rock Musical“ zog HAIR am 29. April 1968 triumphal vom New Yorker Off-Broadway an den Broadway – ein Skandal lag in der Luft. Kaum ein anderes Musical gab in all seinen Konflikten seiner Zeit dermaßen Ausdruck wie die gefeierte Sensation HAIR in ihren elektronisch verstärkten Rockballaden, die von Drogenrausch und Rassendiskriminierung, freier Liebe und tabuisierten Sexualpraktiken, Vietnamkrieg und Umweltverschmutzung erzählen. Das Textbuch der beiden Schauspieler Gerome Ragni und James Rado thematisiert ein Lebensgefühl des friedlichen Protests und schockierte und lockte die entrüstet-begeisterten Schaulustigen durch seine Freizügigkeit und Direktheit.
Die rudimentäre Handlung setzt sich aus einer variablen Szenenabfolge zusammen: Der zur Armee eingezogene Claude soll zum Kampfeinsatz in Vietnam an die Front geschickt werden. In einer Gruppe von Hippies, die sich um den charismatischen Stimmführer Berger sammelt, verbringt er die letzten Stunden vor seinem Einsatz. Gemeinsam besingen sie eine Welt von Toleranz, Frieden und Gewaltlosigkeit und beschwören mit Blumen, Räucherstäbchen, Kerzen und Friedenspfeifen ein neues Zeitalter im Sternzeichen des Wassermanns. Der Kanadier Galt MacDermot, ehemals Organist und Kirchenmusiker, vertonte die Songtexte; längst haben Kulthits wie „Let the Sunshine In“ und „Hare Krishna“ ihren festen Platz in der Musikgeschichte eingenommen. HAIR bereicherte die Stilentwicklung des Musicals um das Rockidiom und hat bis heute nichts von seiner Anziehungskraft verloren.
THEATER BONN konnte Stars aus Musical und Pop für diese Produktion gewinnen: Tertia Botha und Miriam Cani waren Mitglieder der PRELUDERS, der Gewinnerband der Castingshow POPSTARS. Mit Hits wie ”Losing my religion” oder ”Everyday Girl” stürmten sie die Popcharts. Maricel Wölk ist eine der berühmtesten Musicaldarstellerinnen Deutschlands. Mit der Amneris in AIDA (Colosseum Essen) oder der MARIE ANTOINETTE in Bremen begeisterte sie ein riesiges Publikum. Alvin Le-Bass kommt vom Broadway, feierte große Erfolge auf der Bühne in CHICAGO, SHOWBOAT oder JESUS CHRIST SUPERSTAR und wurde zudem durch die amerikanische TV-Serie ANOTHER WORLD bekannt. Henrik Wager verköpert im Musicalbereich europaweit u.a. die Titelrollen in POE, JESUS CHRIST SUPERSTAR und JEKYLL AND HYDE.
Für den nötigen Drive sorgt Michael Barfuß, seit 2003 Musikalischer Leiter des Bonner Schauspiels, der mit seiner Band die legendären Hits der „Swinging Sixties“ wieder aufleben lässt.
ARENA Show und Entertainment GmbH präsentiert Ihnen in Zusammenarbeit mit der Times Square Productions LLC und dem Londoner West End Ensemble, eine Inszenierung, die dem Kult-Musical in jeder Hinsicht gerecht wird! Lassen Sie sich mitreißen von der immer noch, oder wieder, großen Aktualität dieses Stückes.
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